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Beiträge aus 2011

22.10.2011 - UA Abschlussübung in Frohsdorf

„Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen zwischen einem vollbesetzten Schulbus, mehreren PKWs und einem Tankwagen …“

Zu einem solchen Szenario möchte man am liebsten nicht gerufen werden. Doch genau das war die Übungsannahme bei der diesjährigen Unter-Abschnitts-Abschlussübung im UA 3 - Wiener Neustadt Süd. Die Übung wurde heuer vom Verwaltungsrat Hans Peter Weiss mit einem Team der FF Frohsdorf ausgearbeitet und organisiert. Ziel der Übung sollte der bestmögliche Einsatz von technischem Gerät in den Feuerwehren und ein ganz besonderes Augenmerk legte diese Übung auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulichtorganisationen. So waren neben den Feuerwehren des Unterabschnitts-3-Wiener Neustadt Süd (das sind die FF Eichbüchl, FF Frohsdorf, FF Haderswörth, FF Katzelsdorf, FF Klein Wolkersdorf, FF Lanzenkichen, FF Ofenbach) auch noch die Feurwehr Walpersbach vom angrenzenden Unterabschnitt, das Rote Kreuz, die Österreichische Hundestaffel des Roten Kreuzes, das Team des Notarzthubschraubers Christophorus 3 und die First Responder der Region eingeladen, an der Übung mitzumachen.

Angenommen wird ein Verkehrsunfall beim Kloster Sta. Christiana mit einem Autobus, der mit ca. 20 Kindern besetzt ist. Dieser stürzt über eine Böschung, wobei die Kinder unterschiedlich schwer verletzt und auch eingeklemmt werden. In weiterer Folge wird angenommen, dass der Fahrer eines Gefahrenguttransportes die Herrschaft über seinen LKW verliert. Im Zuge einer Notbremsung wird der Kraftfahrer verletzt und ist bewusstlos. Bei dem Fahrzeug ist eine Leck festzustellen, wobei unbekanntes Gefahrengut austritt. Ein nachfolgender PKW leitet ebenfalls eine Notbremsung ein, gerät ins Schleudern und stürzt über die Böschung auf den darunter liegenden Parkplatz auf ein parkendes Auto. In diesem parkenden Auto befinden sich ebenfalls zwei Personen.

In diesem Szenario mussten sich die eingeteilten Gruppenkommandanten einen Überblick verschaffen und ihre Feuerwehrleute richtig einteilen. Auch das Team der First Responder (ortsansässige Ersthelfer des Roten Kreuzes) verschafften sich einen ersten Überblick und begannen gemeinsam mit den Sanhelfern der Feuerwehren, die Erstversorgung der Verunfallten. Die eintreffenden Feuerwehren begannen beim Autobus mit der Menschenrettung. Die Windschutzscheibe wurde herausgesägt und ein größeres Loch in die Dachluke geschnitten um die schwerstverletzten Kinder und den Busschofför mit Schaufeltragen aus dem Wrack zu retten. Die Versorgung der Verletzten wurde an das Rote Kreuz übertragen, welche in der Zwischenzeit bereits begonnen hatte, ihren Triageplatz (ist ein Platz, der die medizinische Versorgung bei Großschadensereignissen regelt) einzurichten. Minuten nach der Alarmierung traf bereits ein Notärzteteam mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 3 ein, um das Rote Kreuz zu unterstützen. Am verunfallten Gefahrenguttransporter der Firma MMM, wurde unter schwerem Atemschutz die ausgetretene Flüssigkeit aufgefangen und gebunden und danach das Leck im Tank abgedichtet. Auch bei den drei restlichen PKWs wurden die Verletzten mit hydraulischen Rettungssätzen aus den Wracks geschnitten und der Rettung übergeben. Nebenbei wurde von den Feuerwehrkameraden noch der nötige Brandschutz aufgebaut, denn ein Fahrzeug begann auch noch zu brennen. Während der Rettungsarbeiten wurde klar, dass einige Jugendliche im Schock davongelaufen waren. Diese wurden mit 10 Mann und 8 Hunden der Österreichischen Rettungshundestaffel aufgespürt und danach ärztlich versorgt.

Nach ca. 2 Stunden harter Arbeit wurde „Übungsende“ gegeben und im Turnsaal des Klosters die Übungsbesprechung durchgeführt. Der Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Ing. Karl Ofenböck und sein Stellvertreter Abschnittsbrandinspektor Roland Kleisz zeigten sich sehr beeindruckt von der konstruktiven Zusammenarbeit der Feuerwehren mit den verschiedenen Rettungsmannschaften des Roten Kreuzes. Auch der Bürgermeister der Marktgemeinde, Bernhard Karnthaler, und die Vizebürgermeisterin Heidi Lamberg zollten dem reibungslosen Ablauf unter den Feuerwehren und den verschiedenen Rettungsmannschaften ihren vollen Respekt. Insgesamt waren an der UA-Abschlussübung 195 Personen - 103 von den Feuerwehren, 60 Personen und 8 Hunde von den Rettungsmannschaften und 32 - von den Helfern des Roten Kreuzes perfekt geschminkte freiwillige Kinder und Jugendliche - beteiligt. 13 Feuerwehrfahrzeuge, 14 Rettungsautos und ein Notarzthubschrauber waren vor Ort. Im Anschluss an die Nachbesprechung lud dann die Gemeindevertretung unter dem Motto:“ Ohne Mampf, kein Kampf!“ als Dankeschön zu einem kleinen Imbiss.

Aufstellung der teilnehmenden Blaulichtorganisationen:

 

 

Mann

Fahrzeuge

FF Frohsdorf - Übungsteilnehmer

19

2

FF Frohsdorf – Helfer bei der Übung

14

 

FF Lanzenkichen

9

3

FF Klein Wolkersdorf

12

2

FF Ofenbach

9

1

FF Eichbüchl

7

1

FF Haderswörth

14

2

FF Katzelsdorf

7

1

FF Walpersbach

12

1

     

Summe

103

13

     
     
 

Hunde

Hundeführer

Fahrzeuge

RK-Hundestaffel

8

10

5

Rotes Kreuz

42

6

Christophorus 3

4

1

First Responder

4

2

     

Summe

60

14

     
 

Anzahl

 

Verletzte oder verunfallte Personen dem RK / Hundestaffel übergeben

26 / 6

 

 
     

Summe aller Beteiligten

195

27

(Text & Fotos: ASB für Öffentlichkeitsarbeit V Ferdinand Riegler, FF Frohsdorf)

06.10.2011 - Brandeinsatz

Am Abend des 06.10.2011 wurde die FF-Frohsdorf gemeinsam mit der FF-Kleinwolkersdorf zu einem Brandverdacht alarmiert und rückte mit 2 Fahrzeugen und 16 Mann zum Einsatz aus. Nach kurzer Suche wurde der Einsatzort gefunden, wo sich schnell herausstellte, dass es sich um kontrollierte Abbrandarbeiten handelte. Über Funk wurde die Pumpe Kleinwolkersdorf informiert, dass es sich um einen Fehleinsatz handelte.

14.-15.09.2011 - Auspumparbeiten nach Unwetter

Aufgrund der starken Regenfälle am frühen Nachmittag des 14.09.2011, kam es auf einer Baustelle im Mühlbach zu Überflutungen und die Bauarbeiten mussten eingestellt werden. Die Feuerwehr Frohsdorf rückte mit dem RLF und fünf Mann zur Einsatzstelle aus. Da die Wassermenge für die beiden Pumpen zuviel wurde, wurde der Einsatz abgebrochen.

Am Abend organisierte der Kommandant die Sonderpumpenanlage des NÖ-Landesfeuerwehrverbandes, welche bei der FF-Markt Piesting stationiert ist.

Am Morgen des 15.09.2011, rückte die FF-Frohsdorf erneut zum Einsatzort aus, wo die „SPA“ schließlich zum Einsatz kam. Mit einer Förderleistung von 200 m³/h, war die Baustelle in ca. 45 Minuten leergepumpt und die Bauarbeiten konnten wieder fortgesetzt werden.
Im Einsatz waren die FF-Frohsdorf mit 2 Fahrzeugen und 10 Mann und die Sonderpumpenanlage der FF-Markt Piesting.

10.09.2011 - interne Übung

Am Samstag, dem 10.09.2011, wurde von OFM Stefan Fuchs eine Übung zum Thema Wasserwerfer abgehalten. Geübt wurde die direkte Wasserversorgung des Rüstlöschfahrzeuges von der Leitha aus und in weiterer Folge die richtige Bedienung des Wasserwerfers.

Schon nach kurzer Zeit wurde die Wasserversorgung aus der Leitha hergestellt und es konnte sorfort mit dem Löschen des "Brandobjekts" begonnen werden.
Nach dem erreichen des Übungsziels, wurde ein weiterer Auftrag vom Übungsleiter an die Mannschaft übergeben:
Der Wasserwerfer sollte am Boden, zirka zehn Meter vom Fahrzeug entfernt, aufgebaut werden, um flexibler und unabhängiger arbeiten zu können. Mit Hilfe der Bodenlafette wurde der Wasserwerfer aufgebaut und mit zwei parallel verlaufenden B-Leitungen und einem Sammelstück versorgt. Auch dieses Übungsziel wurde schon nach kurzer Zeit erreicht.

Zu guter Letzt gab es noch die Annahme eines Schadstoffunfalls, bei dem Öl das Wasser der Leitha verunreinigte und nun drohte, flussabwärts zu treiben und größere Umweltschäden anzurichten. Mit etwas Fantasie bauten die Übungsteilnehmer aus einem B-Schlauch eine mobile Ölsperre. Der Schlauch wurde mit Druckluft aus dem RLF befüllt, auf das Wasser gelegt und mit Pflöcken im Flussbett verankert. Dadurch wurde der Schadstoff in einen stillstehenden Seitenarm geleitet, wo dieser mit Ölbindemittel unschädlich gemacht werden konnte. Danach wurde das Gerät versorgt und die Mannschaft rückte nach zwei Stunden wieder in das Gerätehaus zur Übungsbesprechung ein, wo das gelernte aufgearbeitet und vertieft wurde.

An der Übung waren neben dem Übungsleiter sieben Personen beteiligt.