⚫ Blackout-Vorsorge
Unter einem Blackout versteht man einen großflächigen und länger andauernden Stromausfall, der weite Teile des Landes betreffen kann.
Anders als bei einem gewöhnlichen Stromausfall funktionieren häufig auch Mobilfunk, Internet, Bankomaten, Kassensysteme, Tankstellen und Teile der Wasserversorgung nur eingeschränkt oder gar nicht.
Österreichische Behörden und Zivilschutzorganisationen empfehlen daher, jeden Haushalt auf mindestens 10 bis 14 Tage Eigenversorgung vorzubereiten.
⚡ Stromausfall oder Blackout?
- Stromausfall: lokal und zeitlich begrenzt.
- Blackout: großräumiger Ausfall des Stromnetzes.
- Auch Kommunikation und Infrastruktur sind betroffen.
- Die Auswirkungen gehen weit über fehlende Beleuchtung hinaus.
❓ Woran erkennt man ein Blackout?
- Kein Strom in der Umgebung.
- Mobilfunk und Internet funktionieren nicht.
- Bankomaten und Kartenzahlung fallen aus.
- Öffentliche Infrastruktur ist eingeschränkt.
- Informationen werden über Radio verbreitet.
✅ Lebensmittelvorrat
- Vorrat für 10 bis 14 Tage anlegen.
- Haltbare Lebensmittel bevorraten.
- Konserven und Fertiggerichte einlagern.
- Babynahrung berücksichtigen.
- Tierfutter nicht vergessen.
💧 Trinkwasservorrat
- Mindestens 2 bis 3 Liter pro Person und Tag.
- Vorrat für 10 bis 14 Tage einplanen.
- Zusätzlichen Bedarf für Haustiere berücksichtigen.
- Wasser in sauberen Behältern lagern.
🔦 Wichtige Ausrüstung
- Taschenlampen.
- Ersatzbatterien.
- Kurbel- oder Batterieradio.
- Powerbanks.
- Erste-Hilfe-Material.
- Stromunabhängige Kochmöglichkeit.
💶 Bargeld bereithalten
- Bankomaten können ausfallen.
- Kartenzahlungen funktionieren möglicherweise nicht.
- Kleine Scheine und Münzen bereithalten.
- Bargeld sicher aufbewahren.
👨👩👧👦 Familien-Notfallplan
- Treffpunkte vereinbaren.
- Absprachen mit Angehörigen treffen.
- Hilfebedürftige Personen berücksichtigen.
- Wichtige Telefonnummern ausdrucken.
- Nachbarschaftshilfe organisieren.
⚠️ Verhalten während eines Blackouts
- Ruhe bewahren.
- Radio einschalten und Informationen verfolgen.
- Notrufnummern nur im echten Notfall wählen.
- Kühlschrank und Gefrierschrank möglichst geschlossen halten.
- Energie sparsam einsetzen.
- Auf Anweisungen von Behörden achten.
🚒 Rolle der Feuerwehr
Die Feuerwehr konzentriert sich bei einem Blackout auf lebensrettende Maßnahmen, kritische Infrastruktur und akute Gefahrenlagen.
Eine gute Eigenvorsorge hilft dabei, Einsatzkräfte zu entlasten und die ersten Tage selbstständig zu überbrücken.
🏢 Anlaufstellen in der Gemeinde
Gemeinden richten im Ereignisfall häufig Informations- und Anlaufstellen ein.
- Gemeindeamt
- Feuerwehrhäuser
- Katastrophenschutz- und Informationsstellen
🚒 Blackout-Vorsorge in Frohsdorf
Die Marktgemeinde Lanzenkirchen und die Feuerwehren des Gemeindegebietes beschäftigen sich seit mehreren Jahren intensiv mit dem Thema Blackout und den möglichen Auswirkungen auf die Bevölkerung.
- Für das Feuerwehrhaus Frohsdorf besteht ein Einspeisepunkt für eine externe Notstromversorgung.
- Gebäude mit Aufzügen werden in Abstimmung mit der Gemeinde erfasst und vorgemerkt, um im Ereignisfall rasch reagieren zu können.
- Leben Sie in einem Wohngebäude oder Privathaus mit Aufzug und sind unsicher, ob dieser im Rahmen der gemeindeeigenen Blackout-Vorsorge berücksichtigt wurde, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer örtlichen Feuerwehr auf. Wir stehen Ihnen für Auskünfte und Fragen gerne zur Verfügung.
- Für jede Feuerwehr im Gemeindegebiet wurde gemeinsam mit der Gemeinde eine Blackout-Erstmaßnahmenliste erstellt.
- Es erfolgen laufende Abstimmungen mit Behörden, Einsatzorganisationen und der Gemeinde.
- Regelmäßige Schulungen, Planspiele und Übungen dienen dazu, die Einsatzbereitschaft laufend zu verbessern.
- Die Feuerwehren bereiten sich darauf vor, im Bedarfsfall als örtliche Anlaufstelle für die Bevölkerung zu unterstützen.
Ziel aller Maßnahmen ist es, die Handlungsfähigkeit der Einsatzorganisationen auch bei einem länger andauernden Stromausfall möglichst aufrechtzuerhalten und die Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen.
ℹ️ Wichtig zu wissen
Auch bei einer guten Vorbereitung von Gemeinde und Einsatzorganisationen bleibt die Eigenvorsorge jedes Haushaltes unverzichtbar.
Die Feuerwehr kann bei einem großflächigen Blackout nicht jeden Haushalt gleichzeitig versorgen. Daher empfehlen Feuerwehr und Zivilschutz, für zumindest 10 bis 14 Tage unabhängig vorsorgen zu können.
📝 Blackout-Checkliste
- ✅ Trinkwasservorrat vorhanden
- ✅ Lebensmittel für 10 bis 14 Tage vorhanden
- ✅ Radio vorhanden
- ✅ Batterien vorhanden
- ✅ Taschenlampen vorhanden
- ✅ Medikamente bevorratet
- ✅ Bargeld verfügbar
- ✅ Notfallkontakte ausgedruckt
- ✅ Familien-Notfallplan erstellt
ℹ️ Empfehlung von Zivilschutz und Feuerwehr
Die Vorbereitung auf einen Blackout hilft nicht nur bei einem großflächigen Stromausfall, sondern auch bei Hochwasser, Unwettern, Schneekatastrophen oder anderen Krisensituationen.
Ziel ist ein krisenfester Haushalt, der für mindestens 10 bis 14 Tage eigenständig versorgt werden kann.
📚 Quellen
Österreichischer Zivilschutzverband
Niederösterreichischer Zivilschutzverband
oesterreich.gv.at
Österreichische Feuerwehren